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Evangelische Kirchengemeinde Bad Breisig

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Interview mit

Superintendent Rolf Stahl

Evangelischer
Kirchenkreis Koblenz

  Superintendent Rolf Stahl, Evangelischer Kirchenkreis Koblenz
     

Zur Person

Geburtsort und Alter: Ich bin 1962 in Oberkleen bei Wetzlar geboren.

So kam ich zum Studium der Theologie: Seit meinem ersten Kirchentagsbesuch 1977 in Berlin klärte sich mein Studienwunsch.

Dort habe ich studiert: In Göttingen, Hamburg, Warschau und Mainz

Das hat mich im Studium besonders beschäftigt: Die Ökumenische Theologie. Sie war auch Grund für Studienjahr an der ökumenischen Christlich-Theologischen-Akademie in Warschau von Herbst 1984 bis Sommer 1985.

Diese Theologen/Personen der Kirchengeschichte haben mich besonders fasziniert: Paul Schneider hatte seine erste Pfarrstelle im Nachbarort meines Geburtsortes. Sein Schicksal hat mich von klein auf begleitet. Mein Lieblingswerk der Theologie hat Ernst Lange verfasst: Die Chancen des Alltags - Überlegungen zur Funktion des christlichen Gottesdienstes in der Gegenwart.

Meine erste Gemeinde als Pfarrer: war, nach Vikariat und Hilfsdienst in Köln, die Evangelische Kirchengemeinde Koblenz Lützel.

Im Kirchenkreis Koblenz seit: 1991

Familie: verheiratet, eine zwölfjährige Tochter und ein zehnjähriger Sohn.

Hobbys, Lieblingsbeschäftigung, wenn Freizeit ist: Lesen, Wandern, Garten.

 

Fragen

  • Was sind die wichtigsten Aufgaben im Amt des Superintendenten?

Wahrnehmen, was in den Gemeinden und Einrichtungen des Kirchenkreises geschieht, und wer daran beteiligt ist.

  • Was war für Sie die größte Umstellung, als Sie dieses Amt antraten?

Die zeitliche Organisation ist für die ganze Familie straffer geworden.

  • Welche Aufgaben nehmen bei Ihnen die meiste Zeit in Anspruch?

Gefühlsmäßig sind das die zahlreichen Sitzungen, an denen ich teilnehme.

  • Was sind für Sie die schönsten Aufgaben als Superintendent?

Herumzukommen und ganz unterschiedliche Menschen und Gemeinden kennenzulernen.

  • Welche Aufgaben sind für Sie die schwierigsten und am meisten belastenden?

Aus eingefahrenen Konflikten Wege zu finden.

  • Wenn Sie irgendwann einmal auf Ihre Zeit als Superintendent zurückblicken, was möchten Sie in unserem Kirchenkreis bewegt, erreicht, oder auch erhalten haben?

Der Kirchenkreis Koblenz sollte dann aus unserer Sicht immer noch der „schönste Kirchenkreis“ der Evangelischen Kirche im Rheinland sein.

  • Was sind für Sie in den nächsten Jahren und Jahrzehnten die größten Herausforderungen für unsere Evangelische Kirche, im Kirchenkreis und in Deutschland?

Die größte Herausforderung ist für mich, zu vermitteln, woran wir glauben. Das braucht besondere Sprachfähigkeiten. Wir müssen uns zum einen die gesellschaftlichen Fremdsprachen aneignen, damit wir verstehen, was die Menschen in unserer Gesellschaft bewegt. Und zum anderen müssen wir unsere eigene Glaubensprache verständlich machen, damit unsere Botschaft für viele nicht zu einer unverständlichen Fremdsprache wird.

  • Wie würden Sie einem katholischen Mitchristen erklären, was einen evangelischen Superintendenten von einem katholischen Bischof unterscheidet?

Ein Superintendent nimmt eine synodale Aufgabe wahr, keine hierarchische. Er steht nicht über den Pfarrerinnen und Pfarrern des Kirchenkreises. Er ist in ihre Reihe und Gemeinschaft eingeordnet.

  • 2017 feiern wir den 500. Jahrestag des Beginns der Reformation. Was hoffen Sie, kann bis dahin in der Ökumene möglich werden?

Vom Ökumenischen Kirchentag in München habe ich mir zwei kurze Sätze dazu eingeprägt. „Ohne die Kraft des gemeinsamen Gebets kommt die Ökumene aus der Puste.“ und „Die Ökumene in Deutschland ist wetterfest.“ Das ist Auftrag und Zusage zugleich. Ich bin gespannt, wohin das Ökumeneschiff fährt. Untergehen wird es nicht.

  • Was schätzen Sie an der katholischen Kirche ganz besonders?

Ihr Selbstbewusstsein.

  • Was ist für Sie unverzichtbar evangelisch?

Die Liebe zur Bibel und die Selbstverständlichkeit des Gebets.

  • Haben Sie einen Leitspruch?

Nicht, dass ich wüsste.

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