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Evangelische Kirchengemeinde Bad Breisig

 
    
       

Außenansicht

Architektur

Kircheninneres

 

Apostelkirche Burgbrohl

 

Außenansicht 

   
 

Bauzeit

Die Kirche ist im neuromanischen Stil gebaut und wurde am 8. Dezember 1903 eingeweiht. Sie steht auf einem teilweise angeschütteten Gelände.

 

Außengestaltung

Wenn man die Apostelkirche von der Brohltalstraße aus sieht, kann man sich kaum vorstellen, daß die Kirche bei ihrer Erbauung ganz frei stand, ohne Bäume und Sträucher um Kirche und die angrenzende Villa Rhodius. Auf alten Fotografien kann man dies aber gut erkennen. D.h., dass die Bäume alle um 1903 gepflanzt wurden.

Was sofort auffällt, ist die farbliche Gestaltung der Kirche. Über die verschiedenen Baustoffe der Kirche gibt die Baubeschreibung des Architekten Albert Neumann aus dem Jahre 1901 Auskunft:
"Die Fundamente werden in Bruchsteinen ausgeführt, während das aufgehende Mauerwerk in Lützinger Krotzen mit Tuffstein-Verblendung hergestellt werden soll. Die Gurtbögen der Gewölbe werden Ziegelstein und die Kappen selbst in Schwemmsteinen ausgeführt. Das Dach soll in Schiefer auf Schalung eingedeckt werden."

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Apostelkirche Burgbrohl

 

     

Architektur 

 

Apostelkirche Burgbrohl

"Die zu erbauende evangel. Kirche erhält eine Gesamtlänge von 23,13 Metern bei einer Breite von 8,50 Meter. Die Höhe vom Fußboden bis Oberkante Hauptgesims soll 8,35 und bis First 14,50 Meter betragen. Der Turm wird bis zur Giebelspitze 24,00 M. hoch."

Der Turm ist rechteckig, beiderseits wird er von Schein-Seitenschiffen eingerahmt. Im südlichen Teil (zum Berg hin) ist die Heizung untergebracht und darüber ein Treppenhaus in den Turm.

 
     
Im nördlichen Teil (zur Straße) ist das Treppenhaus zur Orgelempore. Die Empore öffnet sich zur Kirche hin. Die Orgel wurde 1923 von der Firma Link in Giengen/Brenz erbaut und im September 2004 durch die Orgelbaufirma Matthias Wagner in Obrigheim umfassend restauriert.   Orgel der Apostelkirche Burgbrohl
     

Das Portal ist von kleinen Säulen mit kannelierten Rundbögen flankiert. Über dem Eingang befindet sich eine kleine Fensterrosette, die eine Entsprechung hat in den Rundfenstern des Langhauses über zwei jeweils nebeneinander liegenden Rundbogenfenstern.

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  Portal der Apostelkirche Burgbrohl
     

Kircheninneres

   

Wenn man die Kirche betritt, fällt der Blick sofort auf das bunte Glasfenster im Chorraum. Es wurde in den Werkstätten von Maria Laach gefertigt. An seiner Stelle war früher ein Christuskopf in der Koncha (Nischenwölbung im Chorraum), der von Prof. Andreae im Stil der Nazarener entworfen und nach seinem Tod von seinen Schülern ausgeführt wurde. Wie dieser Christuskopf aussah und wann er entfernt wurde, ist heute nicht mehr bekannt.

Die Decke wird scheinbar von Wandsäulen getragen, die im oberen Teil in Rundbogen übergehen.

 


Glasfenster der Apostelkirche Burgbrohl

     

Auf der rechten Seite (vom Eingang aus gesehen) steht die Kanzel, 4 Stufen über dem Boden des Kirchenschiffs. Sie stammt aus den 60er Jahren, das Lesepult auf der linken Seite aus den 70er Jahren.

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  Kanzel der Apostelkirche Burgbrohl
     
Am Lesepult hängt eine Ikone, ein Geschenk der französischen Partnergemeinde Boulogne-sur-Mer aus Anlass des 80jährigen Einweihungsjubiläums der Apostelkirche. Leider ist der Kontakt nach Pfarrer- und Presbyterwechseln auf beiden Seiten abgebrochen. Aber auch heute noch ist die Ikone ein Zeichen der weltumspannenden Botschaft von der Liebe Gottes, die er in Jesus Christus gezeigt hat.
     

Von der Kraft des Glaubens zeugt diese und ihre neugotische Schwesterkirche in Bad Breisig. 1902/03 haben die etwa 180 Mitglieder des Nordbezirkes der evangelischen Gemeinde Andernach mit Hilfe von Spenden des Gustav-Adolf-Vereins und anderer Spenden beide Kirchen erbaut, nachdem sie 70 Jahre Gast in der Burgkapelle Rheineck waren.

Texte: Lothar Alter

zur Detailbeschreibung der Christuskirche Bad Breisig        Seite schließen